Aufgrund der Pressemitteilung „Diätassistenten als Heilmittelerbringer“ vom 18.06.2010 und der öffentlichen Antwort von Doris Steinkamp (VDD) auf das Schreiben von Frau Dr. Imke Reese und diesbezüglich zahlreicher Anfragen unserer Mitglieder sieht sich der Vorstand von QUETHEB e.V. veranlasst, eine öffentliche Stellungnahme abzugeben, die Sie hier nachlesen können.
Im Vorstand von QUETHEB gibt es einen Wechsel.
Nachdem Steffen Theobald plötzlich und unerwartet aus privaten Gründen seinen Vorsitz abgeben musste und auch nicht mehr im Vorstand tätig sein kann, tritt nun Dipl.oec.troph. Barbara Dohmen an seine Stelle und Dr.oec.troph. Jörg Quade, bisher assoziiertes Mitglied, rückt in den Vorstand nach. Die weiteren Mitglieder im Vorstand sind wie gehabt Ernährungsmedizinerin Martina Hofmann-Kümmel und die Diätassistentinnen Daniela Kluthe-Neis und Hiltrud Scheffler.
Gemeinsam und mit Unterstützung der Dipl.Oecotrophologinnen Miriam Hermann und Mechthild Mühlbacher in der Geschäftsstelle setzen wir uns weiterhin für die Etablierung der qualifizierten Ernährungstherapie und Ernährungsberatung ein - auf allen Ebenen und im Schulterschluss mit zertifikatgebenden Institutionen und Verbänden. Je mehr Mitglieder wir gewinnen, die sich mit uns auf lokaler Ebene dafür engagieren, desto erfolgreicher kann die Arbeit sein.
Kontaktdaten der Vorstandsmitglieder finden Sie hier
Nach langjährigem Engagement und erfolgreicher Arbeit verabschiedeten sich Dipl. Ernährungswissenschaftlerin Monika Benecke und Dr.rer.nat Gaby Hauber-Schwenk von ihren Vorstandsämtern, ihrem Beirat und den Mitgliedern.
Der neue Vorstand konstituiert sich wieder interdisziplinär und mit neuen Gesichtern:
Dipl.oec.troph. Steffen Theobald übernimmt den Vorsitz. In seiner Praxis für Ernährungstherapie in Freiburg sind seine Schwerpunkt die Gastroenterologie, Onkologie und Allergologie. Ausserdem ist er als Dozent u.a. an der Uni Bern tätig.
Diätassistentin Hiltrud Scheffler wurde zur Schatzmeisterin ernannt und führt mit Dr. Gaby Hauber-Schwenk ein ErnährungsTherapieZentrum in Tübingen. Sie ist Fachtherapeutin für Essstörungen und Mitglied im Kompetenznetzwerk Fettstoffwechselstörungen.
Stellvertretende Vorsitzende wurde Diätassistentin Daniela Kluthe-Neis,die selbständig als Ernährungstherapeutin arbeitet und bei QUETHEB Ansprechpartnerin für Netzwerkarbeit ist.
Weitere stellvertretende Vorsitzende sind Ernährungsmedizinerin Martina Hoffmann-Kümmel mit Facharztpraxis für Allgemeinmedizin in Ottweiler, und Dipl.oec.troph. Barbara Dohmen, die in Gelnhausen mit Psychotherapeuten eine Praxis führt und dort auch publizistisch und journalistisch tätig ist - nun auch für QUETHEB e.V.
Das neue Team will sich weiterhin, gemeinsam mit Berufs- und Fachverbänden, für die Interessen der Ernährungsfachkräfte stark machen. Sein wichtigstes Ziel: die nachhaltige Etablierung der Ernährungstherapie und der QUETHEB-registrierten Ernährungsfachkräfte bei Kostenträgern im Gesundheitswesen (GKV, PKV und Beihilfe).
Diese Vorgaben müssen bis zum Patienten hin stärker publik gemacht werden. Eine politische und journalistische Herausforderung für den neuen Vorstand.
Ernährungsberatung“ im allgemeinen wird heute in vielfältiger Weise interpretiert und angeboten. Beratungsleistungen kann man in einer Beratungsstelle, der Arztpraxis, der Apotheke, dem Fitnessstudio, der Volkshochschule, dem Wellnesshotel und bei vielen weiteren Anlässen erhalten. Häufig werden Beratungsleistungen mit dem Verkauf von Produkten gekoppelt oder von Personen angeboten, die nicht oder nur unzureichend qualifiziert sind. Wie also kann sich der Ratsuchende sicher sein, dass seine Beratung wissenschaftlich fundiert und auf seine Interessen, seinen Gesundheitszustand sowie seine Bedürfnisse zugeschnitten ist?
Ein Grundsatz der qualifizierten Ernährungsberatung lautet: Der Ratsuchende muss eine bedarfsgerechte, produktneutrale und fachlich qualifizierte Anleitung zur nachhaltigen Änderung des Ernährungsverhaltens bzw. bei Erkrankungen eine entsprechende Ernährungstherapie erhalten. Es darf nicht die Gefahr bestehen, dass die Ernährungsberatung zum Spielball unterschiedlichster Marktinteressen oder kommerzieller Ziele missbraucht wird. Transparenz in diesem Bereich ist daher vordringlich.
Um Klarheit zu schaffen, verschiedene Aufgabenfelder zu charakterisieren und notwendige Qualifikationen für die jeweiligen Tätigkeiten zu definieren, wurde ein Koordinierungskreis auf Bundesebene gebildet, der sich aus Vertretern der folgenden Institutionen zusammensetzt:
Aufbauend auf einer Vorlage des Koordinierungskreises des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz entwickelte der neue Koordinierungskreis eine Rahmenvereinbarung zur Qualitätssicherung in der Ernährungsberatung. Er bezieht Stellung zu folgenden Fragen:
Was ist qualifizierte Ernährungsberatung und Ernährungstherapie?
Welche Berufsausbildungen, Fort- und Weiterbildungen sind notwendig, um qualifizierte Ernährungsberatung/-therapie erbringen zu können?
Welche Rolle spielen Ernährungsaufklärung, -information, -bildung und -praxis?
Welche Qualifikationen sind dafür notwendig?
Auf einer Veranstaltung des Koordinierungskreises am 12. April 2005 in Würzburg wurde diese Vereinbarung erstmals gemeinsam verabschiedet und unterzeichnet. Dies war ein wichtiger Schritt auch im Hinblick auf gesundheitspolitische Veränderungen und die Stärkung der Prävention. Verbrauchern und Patienten als auch Kostenträgern und den politisch Verantwortlichen soll der Überblick und die Einordnung der im Ernährungsbereich tätigen Personen hiermit erleichtert werden.
Eine aktuell überarbeitete und am 22.06.2009 verabschiedete Fassung der Rahmenvereinbarung finden Sie hier oder unter Downloads.
Rahmenvereinbarung zur Qualitätssicherung in der Ernährungsberatung (Stand 22.06.2009) PDF (182 KB)
Pressemeldung DGE aktuell vom 23.06.2009 (246 KB)
Der neue Spitzenverband Bund der Krankenkassen gemäß § 217 a SGB V hat am 02. Juni 2008 den "Leitfaden Prävention" in seiner aktualisierten Fassung verabschiedet. Die Neuerungen wurden in einer Übersicht zusammengefasst
Beide Dokumente stehen Ihnen hier als Download zu Verfügung:
Neuerungen im Leitfaden Prävention 2008